Technik. Macht. Fortschritt? Zur Notwendigkeit einer reflexiven Technikwahrnehmung
GER 38 (Raum B)

Unabhängig davon, wie wir die heutige Technik bewerten, stellen wir uns ihre Genese doch meistens als konsequenten Siegeszug der europäischen Industrialisierung vor. Diese Vorstellung ist zudem an das Bild einer männlich-genialen Schaffenskraft gekoppelt, die allein einer technikimmanenten rationalen Logik verpflichtet ist. Damit verbunden gründet die vermeintliche Überlegenheit der „westlichen Welt“ auch auf der Wahrnehmung eines stetig voranschreitenden technischen Fortschritts. Eine solche Auffassung wiederholt den antifeministischen und eurozentristischen Blick auf Technik, wie er durch jahrzehntelange Geschichtsschreibung geprägt und gefestigt wurde. Im Workshop werden wir diese Sichtweise anhand ausgewählter Beispiele dekonstruieren.

Ein Vortrag von Anke Woschech.