Nur Clowns und Chaoten? Die öffentliche Wahrnehmung von Protest
HTW Dresden - Raum S331

Protest ist auf die öffentliche Skandalisierung von Ungerechtigkeit ausgerichtet. Welche Folgen Protest hat, ist damit wesentlich von seiner öffentlichen, das heißt vor allem, medial vermittelten Wahrnehmung abhängig. Am Beispiel der Mobilisierung gegen den G20-Gipfel in Hamburg wollen wir diskutieren, welche Dimensionen diese Annahme hat: welcher Ausschnitt vom Protestgeschehen wird überhaupt beleuchtet? Welche Botschaften kommen an? Welche Akteure bestimmen das öffentlich gezeichnete Bild? Welche Rolle spielen professionelle Medien und Bewegungsmedien? Welche Arbeits- und Deutungsroutinen stecken hinter der Protestberichterstattung? Inwiefern hat digitale Kommunikation die Kommunikation von Protest verändert? Je nach Interesse werden wir einzelne Aspekte vertiefen und in ihren Auswirkungen diskutieren.

Referent: Dr. Simon Teune (Tu Berlin und Instituts für Protest- und Bewegungsforschung)